III Methodenentwicklung – Hardware/Software

Der Forschungsschwerpunkt III  befasst sich mit der methodischen Weiterentwicklung. Durch eine enge Kooperation mit der Fachhochschule Remagen (Prof. Dr. D. Holz) ist es der Arbeitsgruppe möglich, neuartige Apparaturen zur Stimulation zu entwickeln und somit innovative Projekte auf internationalem Niveau durchzuführen.

 

So wurde in enger Zusammenarbeit mit der Fachhochschule eine Stimulationsschiene (siehe Abbildungen) entwickelt, die es ermöglicht, mit einer zeitlichen Genauigkeit im Bereich von wenigen Millisekunden und einer Winkelgenauigkeit von unter einem Grad, eine Beugung und Streckung im Handgelenk von Neugeborenen zu erzielen (Scheef et al., in Vorbereitung).

Damit ist es erstmalig möglich, das senso-motorische System standardisiert innerhalb des ersten Lebensjahres mit bildgebenden Verfahren zu untersuchen (siehe Schwerpunkt I). Weiterhin wurden, in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Remagen, Methoden zur Echtzeiterfassung von (Hand)-Bewegungen im Rahmen von fMRT Messungen entwickelt, welche in Zukunft vor allem bei Patienten mit Bewegungsstörungen angewandt werden sollen (Scheef et al., in Vorbereitung).



Die Software Entwicklung orientierte sich in erster Linie am Bedarf des klinischen Einsatzes der funktionellen Verfahren. So wurde eine Software zur 3dim Darstellung von intraoperativ gelegten subduralen Oberflächenelektroden-Grids entwickelt, die es ermöglicht, durch intraoperative Navigation von 2-3 Elektroden, die vollständige Gridplatte 3dim zu rekonstruieren und auf ein 3dim Modell des präoperativ aufgenommenen Gehirns zu überlagern, um auf diese Weise die Planung neurochirurgischer Eingriffe zu verbessern (Scheef et al., HBM New York, 2003). Eine weitere, lokal entwickelte Software ermöglicht, Perfusionsdaten, die mittels Continous Spin-Labeling (CASL) erhoben worden sind, sowohl fallbezogen als auch gruppenbezogen zu analysieren (Scheef et al, submitted). CASL ermöglicht es, ohne die Gabe von Kontrastmitteln, Perfusionskarten zu erstellen und ist somit breit klinisch einsetzbar. In einem aktuellen, vom BFARM geförderten Kooperationsprojekt mit der Psychiatrischen Universitätsklinik (Jessen / Scheef / Boecker), wird dieses Verfahren zur Untersuchung von Therapieeffekten bei Alzheimer-Demenz genutzt.

 

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