Röntgenpositive bariumhaltige (nicht wasserlösliche) Kontrastmittel

Bariumhaltige Kontrastmittel sind Standardkontrastmittel für Untersuchungen des Magen-Darm-Traktes. Sie werden durch den Patienten geschluckt oder per Sonde/Darmrohr durch den Untersucher in den Darm eingebracht.

 

Einschränkungen bei der Verwendung

Gelangt bariumhaltiges KM durch Verletzungen der Magen- / Darmwand in das Körperinnere, kann es hier zu ausgeprägten Entzündungsreaktionen kommen, die unter Umständen tödlich enden können. Deshalb darf bariumhaltiges Kontrastmittel nach frischen Operationen im Magen-Darm-Bereich oder bei Verdacht auf einen Darmeinriss nicht verwendet werden. Wegen seiner mitunter langen Verweildauer im Darm sollte es auch nicht vor Operationen des Magen-Darm-Traktes eingesetzt werden.

Bei Patienten, die sich häufig verschlucken, sollte Barium sicherheitshalber nicht zur Anwendung kommen. Aspiriertes (angeatmetes) Barium kann eine Fremdkörperreaktion in der Lunge verursachen.