Kontrastmittel in der MRT

Obwohl die Unterscheidbarkeit verschiedener Gewebearten in der Magnetresonanztomographie wesentlich besser ist als dies durch Röntgenstrahlen erreichbar ist, werden auch hier Kontrastmittel eingesetzt.

Diese Kontrastmittel beruhen allerdings aufgrund der anderen Funktionsweise des MRT auf ganz anderen Grundlagen als herkömmliche Röntgenkontrastmittel. Die in der MRT verwendeten Kontrastmittel bewirken - stark vereinfacht - eine Änderung des magnetischen Verhaltens der Gewebe.

 

Gadolinium

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Gadoliniumverbindungen sind die ältesten und am längsten verwendeten Kontrastmittel in der MRT. Sie verhalten sich ähnlich den jodhaltigen Kontrastmitteln in der Computertomographie und werden wie diese innerhalb weniger Sekunden über eine Armvene eingespritzt. Eine vermehrte Durchblutung, wie etwa bei entzündlichen Prozessen oder vermehrte Gefäßneubildungen, wie etwa bei Tumoren, lassen sich hierdurch nachweisen.

Nebenwirkungen:
Die Verträglichkeit der gadoliniumhaltigen Kontrastmittel ist insgesamt ausgezeichnet. Unerwünschte Reaktionen kommen im Vergleich zu den injizierbaren jodierten (nichtionischen) Röntgenkontrastmitteln deutlich seltener vor. Hin und wieder berichten Patienten über ein Hitzegefühl, Herzklopfen oder einen trockenen Geschmack während des Einspritzens.

 

Superparamagnetische Eisenoxidpartikel (SPIO)

Diese Kontrastmittel bestehen aus Eisenpartikeln und müssen langsam durch eine Tropfinfusion verabreicht werden. Durch spezialisierte Zellen in Leber und Milz werden diese Eisenpartikel aufgenommen. Dafür ist eine Einwirkzeit („Untersuchungspause“) von mindestens 10 Minuten erforderlich. Da dieses Kontrastmittel nur von speziali-sierten Zellen aufgenommen werden kann, ist die erhaltene Information eine andere als die, welche mit Gadolinium-haltigen Substanzen erzielt wird.