Dakryozystoplastie

Wozu dient die Dakryozystoplastie?

Unter Dakryozystoplastie versteht man die Aufweitung der abführenden Tränenwege. Diese ist erforderlich, wenn die Tränenwege so verengt sind, dass ein normaler Abfluss der Tränenflüssigkeit nicht mehr möglich ist.   

Wie läuft die Dakryozystoplastie ab?

Das zu untersuchende Auge wird mit einem Schleimhautanästhetikum (mittels Augentropfen) betäubt. Zusätzlich wird im Bereich des Nasenflügels eine lokale Betäubung vorgenommen. Die Nasenschleimhäute des entsprechenden Nasenloches werden durch eine mit einem Anästhetikum getränkte Mullkompresse ebenfalls betäubt.
Nach Darstellung der Tränenwege (siehe Dakryozystographie) wird über eines der Tränenpünktchen ein feiner weicher Draht in das Tränenwegsystem eingebracht. Unter Röntgendurchleuchtung wird dieser Draht vorgeschoben, bis dieser die Tränenwege im Bereich der Nasenmuschel verlassen hat. Dieser Draht dient als Führungsschiene für dünne Kunststoffschläuche (Katheter), an deren Ende ein aufblasbarer Ballon sitzt. Entweder wird dieser Katheter von der Nase her bis zur Einengung in den Tränenwegen vorgeschoben und dort aufgeblasen oder direkt über die Tränenpünktchen eingeführt.
Mit der gleichen Methode ist auch das Einbringen eines dauerhaften Kunststoffröhrchens (Stent) in die Tränenwege möglich, wenn die Aufweitung allein nicht zu dem erwünschten Erfolg geführt hat.

Nach Abschluss der Behandlung werden die Tränenwege gespült und zur Erfolgskontrolle nochmals dargestellt.

  

Wie muss ich mich vorbereiten?

Die Augenpartien sollten am Untersuchungstag nicht geschminkt werden.

Bei Untersuchungsbeginn kann die Gabe eines beruhigenden Medikamentes dem Patienten die Behandlung erleichtern (z.B. Diazepam, Midazolam). Diese Medikamente können die Fahrtüchtigkeit und Arbeitsfähigkeit für mehrere Stunden deutlich einschränken. Bitte berücksichtigen Sie dies bei Ihrer Anfahrt!

Über alle möglichen Untersuchungsrisiken wird Sie der behandelnde Radiologe vor Untersuchungsbeginn umfassend aufklären.