Einlage einer Ernährungssonde in den Magen (PEG-Anlage)

PEG = perkutane endoskopische Gastrostomie

 

Wozu dient die PEG-Anlage?

Bei Erkrankungen der Speiseröhre oder des Halsbereiches, die eine normale Ernährung praktisch unmöglich machen (z.B. Verengungen), ist zur Sicherstellung der Ernährung die Einlage einer Ernährungssonde (PEG) in den Magen erforderlich.

 

Wie läuft der Eingriff ab?

In den meisten Fällen wird die PEG-Anlage im Rahmen einer Magenspiegelung (Gastroskopie) durchgeführt. Je nach Ausmaß der Einengung kann es ggf. jedoch unmöglich sein, sie mit dem Gastroskop zu überwinden.

Hier besteht die Möglichkeit der radiologischen PEG Anlage.

Dabei wird ein dünner Schlauch über die Einengung hinweg in den Magen eingelegt. Über diesen Schlauch (Katheter) wird nun der Magen mit Luft „aufgeblasen“. In der Computertomographie wird überprüft, dass die Magenwand unmittelbar an der Bauchwand anliegt, ohne dass sich Darmabschnitte dazwischen befinden. In der CT oder im Angiographieraum wird – nach vorheriger lokaler Betäubung – der „aufgeblasene“ Magen durch die Haut hindurch punktiert und die Magenwand an der Bauchwand an mehreren Punkten fixiert. Bei einer weiteren Punktion wird über einen Führungsdraht der zum Magen geschaffene Kanal schrittweise aufgedehnt, anschließend die Ernährungssonde in den Magen eingelegt und an der Haut festgenäht.

 

Was passiert nach der Untersuchung?

Nach Anlage der PEG wird diese zunächst nur mit Tee und später mit spezieller, flüssiger Sondennahrung bestückt. Dies dient der Kontrolle von Dichtigkeit und Verträglichkeit.

 

Wie muss ich mich vorbereiten?

Es ist erforderlich, dass Sie für den Eingriff nüchtern sind.

Über mögliche Risiken und Komplikationen wird Sie Ihr behandelnder Arzt vor Behandlungsbeginn umfassend informieren.