Kontrastdarstellung von Fisteln (Fistulographie / Fisteldarstellung)

Wozu dient die Untersuchung?

 Als Fistel bezeichnet man einen Gang, der von der äußeren oder inneren Körperoberfläche (z.B. Schleimhaut des Magen-Darm-Traktes) ausgeht und entweder blind endet oder Anschluss an andere Körperoberflächen findet (z.B. Darm, Blase, Vagina, Haut).
Fisteln können angeboren sein, durch krankhafte Prozesse wie z.B. Entzündungen oder nach operativen Eingriffen entstehen und an allen Körperpartien auftreten.
Die Behandlung der Fisteln setzt neben der Kenntnis der Ursache Wissen über ihren Verlauf und ihre Ausdehnung voraus. Hierzu ist eine Fisteldarstellung mit Kontrastmittel unter Röntgendurchleuchtung nötig.

 

Wie läuft die Untersuchung ab?

Nach Entfernung der üblicherweise im Bereich der Fistelöffnungen angelegten Verbände und Reinigung der Umgebung der Fistelöffnungen wird vorsichtig eine geeignete Sonde vorgeschoben und mit Klebestreifen fixiert. Über die Sonde wird langsam das Kontrastmittel gespritzt. Unter Röntgendurchleuchtung kann so der Fistelgang sichtbar gemacht und auf Röntgenaufnahmen festgehalten werden.
Zeigt sich bei der Fistelfüllung im Bauchbereich eine Verbindung mit dem Magen-Darm-Trakt, so können zur Klärung des Mündungsortes weitere Untersuchungen notwendig werden.
Welche dies im Einzelnen sein können hängt vom Einzelfall ab und erklärt Ihnen Ihr behandelnder Arzt.

 

Wie muss ich mich vorbereiten? 

Für die Darstellung des Fistelganges sind von Ihrer Seite aus keine besonderen Vorbereitungen zu treffen.