Kontrastdarstellung von Magen und Zwölffingerdarm (MDP)

Wozu dient die Untersuchung?

 

Schleimhautveränderungen bei "Geschwüren" sowie gut- oder bösartige Gewebsneubildungen lassen sich durch diese Untersuchung nachweisen. Ebenso können Aussagen über Störungen der Transportfunktion (z.B. Magenentleerungsstörung oder Speise- bzw. Magensäurerückfluss in die Speiseröhre, „Sodbrennen“ gemacht werden.   

 

Wie läuft die Untersuchung ab?

Die Untersuchung wird unter Durchleuchtung und mit Gabe von Kontrastmittel durchgeführt. Vor der Kontrastmittelgabe wird eine kurze orientierende Durchleuchtung des Brust- und Bauchraumes vorgenommen. Dies dient der Überprüfung von Nüchternsekret im Magen. Bei vermehrtem Vorhandensein von Nüchternsekret ist die Gabe von Kontrastmitteln oft nicht sinnvoll und die Untersuchung muss auf einen späteren Termin verschoben oder das Nüchternsekret abgesaugt werden.
Zu Beginn der Untersuchung wird Ihnen der behandelnde Arzt eine sog. Venenverweilkanüle (= eine flexible Nadel) legen, über die die Einspritzung von Medikamenten oder eine Verabreichung von Infusionen, die für die einzelnen Untersuchungsschritte ggf. benötigt werden, erfolgen kann.

Nach Schlucken des Kontrastmittels muss ein allseitiger Schleimhautbeschlag erreicht werden. Deshalb werden Sie zum einen auf dem Lagerungstisch in verschiedene Richtungen gekippt, zum anderen müssen Sie sich um Ihre eigene Achse drehen.  Zusätzlich wird der Arzt Ihnen ein Brausepulver geben, welches Sie rasch und vollständig schlucken sollten. Im Magen wird aus dem Pulver ein Gas (Kohlendioxid) freigesetzt, das den Magen aufbläht. Nach Möglichkeit sollten Sie nicht aufstoßen, um das Gas möglichst lange im Magen zu behalten. Je nach Fragestellung und der vom Arzt angewandten Untersuchungstechnik wird Ihnen zusätzlich ein Medikament (Buscopan oder Glucagon) gespritzt, welches die Beweglichkeit des Verdauungstraktes herabsetzt (siehe auch: Medikamente in der radiologischen Diagnostik).

Als nächstes werden unter Durchleuchtung Röntgenaufnahmen angefertigt. Um alle Bereiche ausreichend darstellen zu können, sind Aufnahmen aus unterschiedlichen Richtungen erforderlich. Deshalb werden Sie wieder in unterschiedliche Positionen gekippt bzw. müssen sich entsprechend den Anweisungen des Arztes drehen. Da das Kontrastmittel nur eine begrenzte Zeit im Magen verbleibt, ist der Arzt gezwungen, die erforderlichen Aufnahmen schnell anzufertigen.

Einzelheiten zur Körperlagerung während der Untersuchung, Einsatz und ggf. Risiken bei der Gabe der erforderlichen Kontrastmittel etc. erklärt Ihnen Ihr behandelnder Arzt.

 

Wie muss ich mich vorbereiten?

Eine vermehrte Ansammlung von Flüssigkeit im Magen (oder eine vermehrte Sekretion von Magensaft z. B. durch Rauchen oder Zähneputzen) führt zu einer mangelhaften Anhaftung des Kontrastmittels an der Magenwand.
Aus diesem Grunde ist strenge Nüchternheit unabdingbar!
Beachten Sie bitte auch, dass durch das Spritzen eines Medikamentes zur Ruhigstellung des Magens Ihr Reaktionsvermögen und Ihre Sehschärfe vorübergehend beeinträchtigt werden kann. Deshalb dürfen Sie einige Stunden nach der Untersuchung kein Fahrzeug steuern und auch nicht an Maschinen oder anderen Bereichen arbeiten, die ein schnelles Reaktionsvermögen und gute Sehkraft erfordern.