Konventionelle Tomographie

Die Tomographie ist eine konventionelle Röntgenschichtaufnahme. Das Grundprinzip von Röntgenröhre und Röntgenfilm ist dasselbe wie bei der konventionellen Röntgenuntersuchung.
Bei der konventionellen Röntgenuntersuchung werden alle Anteile des Körpers, die im "Strahlengang" liegen, in etwa gleicher Schärfe auf dem Röntgenfilm abgebildet, unabhängig ob sie nahe am Röntgenfilm liegen oder von diesem entfernt sind. Aus einer Aufnahme läßt sich hierbei nicht sicher feststellen was vorne oder hinten im Körper liegt.

Mit Hilfe der Tomographie lassen sich nun unterschiedlich tiefe Anteile des Körpers unterscheiden, indem nur die Anteile des Körpers scharf abgebildet werden, die für die Untersuchung interessant sind. Die darüber und darunter liegenden Anteile werden unscharf abgebildet, sie werden verwischt.

Diese Verwischung entsteht dadurch, dass sich bei der Aufnahme Röhre und Kassette in gegenläufiger Richtung bewegen. Der Drehpunkt der gedachten Achse zwischen Röhre und Kassette und damit der Bereich, der scharf abgebildet wird, liegt hierbei im Körper des Patienten. Da ein Organ immer auch eine Tiefenausdehnung hat, müssen folglich in aller Regel mehrere Tomographieaufnahmen angefertigt werden, um eine komplette, aussagekräftige Untersuchung zu erhalten.

Viele Anwendungen der Tomographie sind durch die Einführung neuerer Untersuchungsmethoden überflüssig geworden. Durch den Ultraschall (Sonographie), die Computertomographie oder die Magnetresonanztomographie lassen sich eine Vielzahl von Krankheiten schneller, besser und, von der Computertomographie abgesehen, strahlungsfrei untersuchen.

Hin und wieder wird die konventionelle Tomographie jedoch weiterhin bei einigen Untersuchungen eingesetzt, insbesondere im Rahmen der

-           Kontrastdarstellung der Nieren und ableitenden Harnwege (Urographie)      
-           Kontrastdarstellung der Gallenwege-/ blase (Cholezystographie)  
-           sowie bei speziellen Fragestellungen der Knochenuntersuchungen, zum Beispiel bei 
            Entzündungsprozessen des Knochens bzw. des Knochenmarks.