Cardio-CT, Kalk-Score und Coronare CT-Angiographie

Wozu dienen die Untersuchungen?

Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems sind in letzter Zeit immer häufiger geworden.
Bei Vorliegen verschiedener Risikofaktoren können sich an der Innenseite von Gefäßen Ablagerungen bilden und zu Wandverdickungen (auch Plaques genannt) führen. Diese können so groß werden, dass sie das gesamte Gefäß verschließen. Dies kann dramatische Folgen nach sich ziehen. So sind die Minderversorgung des Herzmuskels unter Belastung (Angina pectoris), der Herzinfarkt oder der Schlaganfall eine mögliche Folge von Gefäßerkrankungen.
Die Radiologische Klinik bietet zur Beurteilung des Risikos von Gefäßerkrankungen eine Computertomographie des Herzens (auch für ambulante Patienten) an.

 

Wie laufen die Untersuchungen ab? 

Für die Injektion eines Kontrastmittels wird ein Zugang (meist über die Armvene) gelegt sowie für die Kontrolle des Herzrhythmus ein EKG benötigt.
Da eine niedrige Herzschlagfrequenz grundsätzlich für ein besseres Ergebnis sorgt, wird der Radiologe möglicherweise nach Rücksprache mit Ihnen beschließen, auf die Herzfrequenz regulierend einzuwirken. Die Gabe dieses frequenzsenkenden Mittels macht einen stationären Aufenthalt jedoch nicht erforderlich.

  • Beim sogenannten „Kalk-Score“ ist man in der Lage, den Grad der Verkalkung der Herzkranzgefäße abzuschätzen und den individuellen Risikofaktor zu ermitteln. Bei dieser Untersuchung ist eine Kontrastmittelgabe entbehrlich. Es ist lediglich das Anhalten der Atemluft für ca. 16 – 20 Sekunden und die Koppelung an ein EKG erforderlich.
  • Mit der coronaren CT-Angiographie kann die Darstellung aller das Herz versorgenden Gefäße vorgenommen werden, u.a. als mögliche Alternative zum klassischen Herzkatheter. Auch die Kontrolle von Bypässen ist mit der CT-Angiographie des Herzens möglich. Diese Untersuchung wird mit modernster Technologie (hochauflösender 64 Zeilen-Computertomograph) durchgeführt, bei der die Strahlenbelastung mit der einer Herzkatheteruntersuchung gleichzusetzen ist.

Sollte in einer Voruntersuchung (z.B. MRT des Herzens) bereits festgestellt worden sein, dass in Ihrem Fall eine Herzkatheteruntersuchung durchgeführt werden muss, kommt die CT-Angiographie nicht zum Einsatz.

 

Wie muss ich mich vorbereiten? Spezielle Vorbereitungen für die Computertomographie sind nicht erforderlich.  Wegen der möglichen Injektion eines Kontrastmittels sollten Sie ca. 4 Stunden vor der Untersuchung nüchtern bleiben.