Miniport-Anlage

Wozu dient der Eingriff?

Zur Schonung der Venen bei einer geplanten Chemotherapie bietet sich neben einer operativen Portanlage auch die Anlage eines „Miniports“ in eine Armvene unter örtlicher Betäubung an. Für viele Patienten sind sowohl die Anlage als auch das spätere Punktieren des Miniports für Infusionen am Unterarm weniger unangenehm als bei einem Port im Brustbereich.

 

Wie läuft der Eingriff ab?

Die Venen eines Armes (falls möglich, des für den Patienten angenehmeren Armes) werden in einer Phlebographie dargestellt und über eine Handrückenvene Kontrastmittel bei liegender Staubinde in die Armvenen gespritzt. Sind die Venen ausreichend dick und durchgängig, kann mit der Portanlage begonnen werden.
Oberhalb der Ellenbeuge wird ein ausgewähltes Gefäß punktiert, eine Schleuse gelegt und über diese der Portkatheter bis in die obere Hohlvene vorgeführt.
Danach wird am Unterarm die Port-Tasche in örtlicher Betäubung präpariert. In dieses „Fach“ wird die Portkammer geschoben, der Katheter zur Porttasche unter der Haut durchgefädelt und mit der Kammer verbunden. Danach wird geprüft, ob das System durchgängig ist und der Hautschnitt vernäht. Die Fäden können nach 8 – 10 Tagen gezogen werden und – sofern sich kein größerer Bluterguss gebildet hat – kann der Miniport direkt nach Anlage verwendet werden.

Über den genauen Ablauf und mögliche Risiken der Anlage eines Miniports klärt Sie Ihr behandelnder Radiologe vor Untersuchungsbeginn auf.