Mammographie

 

Wozu dient die Mamma-MRT?

Wie bei allen Krebsarten gilt auch bei Brustkrebs, je früher er erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Die Mamma-MRT (oder MR-Mammographie) ist eine sehr empfindliche Methode, mit der bereits kleine Mammakarzinome und Tumorvorstufen (DCIS)nachgewiesen werden können. Dabei findet die Mamma-MRT bereits Tumore, die in der Mammographie und im Ultraschall nicht oder noch nicht sichtbar sind. Eingesetzt wird die Mamma-MRT vor allem zur Früherkennung von Brustkrebs bei Frauen mit einem familiär erhöhten Risiko für Brustkrebs (Hochrisikopatienten), zur Abklärung unklarer mammo-graphischer und sonographischer Befunde, zur Bestimmung der Befundausdehnung gesicherter Mammakarzinome, zum Ausschluss eines Rezidives (Wiederauftreten von Brustkrebs), zur Beurteilung des Therapieansprechens unter neoadjuvanter Chemotherapie sowie zum Nachweis eines Defektes von Brustimplantaten.

Wie läuft die Mamma-MRT ab?

Die Untersuchung wird im Kernspintomographen in Bauchlage durchgeführt. Dabei werden die Brüste in einer Vertiefung in der Untersuchungsliege bequem gelagert. Um störende Bewegungen während der Untersuchung zu vermeiden, werden die Brüste leicht fixiert. Die Mamma-MRT beruht auf der Eigenschaft der überwiegenden Mehrzahl der Mamma-karzinome, beim Wachsen spezielle Blutgefäße zu entwickeln, deren Wandbeschaffenheit sich von der normaler Blutgefäße unterscheidet (sog. Tumorgefäße). Aus diesem Grund wird während der Untersuchung ein sehr gut verträgliches Kontrastmittel über eine Armvene injiziert, welches über die Tumorgefäße in das Tumorgewebe gelangt. Hierdurch werden bereits sehr kleine Tumore in der MRT sichtbar. Die Geschwindigkeit und der Verlauf der Kontrastmittelanreicherung sind neben der Erscheinungsform des Tumors wichtige Kriterien zur Unterscheidung von gut- und bösartigen Tumoren in der MRT.

Da das normale Drüsengewebe durch hormonellen Einfluss ebenfalls Kontrastmittel aufnimmt, sollte die Mamma-MRT bei Frauen vor der Menopause in der zweiten Zykluswoche (zwischen dem 7. bis 14. Tag des Zyklus) durchgeführt werden. In diesem Zeitraum sind hormonell bedingte Anreicherungen in der MRT am geringsten und die Auswertbarkeit am besten.

Bevor eine Mamma-MRT durchgeführt wird, sollten die aktuellen Mammographieaufnahmen, Befunde erfolgter Mamma-Sonographien und eventueller Probeentnahmen von Brustgewebe oder Brustoperationen vorliegen und zum Untersuchungstermin mitgebracht werden.

Falls ein auffälliger Befund in der Mamma-MRT gefunden wird, der sich in der Mammographie und Sonographie nicht zeigt, ist häufig eine Gewebeentnahme (Biopsie) notwendig. Diese Biopsie (Vakuum-Biopsie) wird unter MR-tomogtraphischer Steuerung durchgeführt, d.h. sie erfolgt während die Patientin im Kernspintomographen liegt. Die MR-gesteuerte Vakuum-Biopsie ist eine sichere, schonende und sehr zuverlässige Methode zur histologischen Abklärung MR-tomographischer Befunde, die ambulant durchgeführt wird. Falls ein nur MR-tomographischer Befund nach histologischer Sicherung mittels Vakuum-Biopsie operiert werden muss, wird häufig eine MR-gesteuerte Drahtmarkierung durchgeführt. Dabei wird unmittelbar vor der Operation in der MRT ein dünner Draht in den auffälligen Befund vorgeschoben. Dieser Draht dient dem Operateur als Leitfaden, sodass der auffällige Befund in der Operation gefunden und entfernt werden kann.

Einzelheiten erklärt Ihnen der behandelnde Arzt vor der Untersuchung.

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